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Geschichten aus dem Bett 
"Ich bin am liebsten im Bett. Ich lese am liebsten im Bett. Ich träume natürlich im Bett. Ich mag auch alle Sachen, die sich rund ums Bett abspielen ..."
"... Er hörte ihre Schritte. Er konnte sie schon ausmachen, als sie unten an der Haustür war.
Hastig ließ er Wasser ins Abwaschbecken ein. Er rannte in den Korridor, um die liegengebliebenen Schulhefte in sein Zimmer zu werfen. Sie schloss auf, als er den Topf vom Zimmer in die Küche trug.
Hallo Mutti! rief er ihr im Vorbeigehen zu. Sie antwortete nicht. Sie trug die schweren Taschen in die Küche. Ihr Blick blieb gesenkt. Noch in Mantel und Mütze lief sie durch die Wohnung und begann sofort mit dem Aufräumen. Wieder nicht abgewaschen, dein Bett ist auch nicht gemacht, den ganzen Nachmittag ferngesehen, und der Mülleimer? Mach ich gleich, rief er ihr in scheinbar optimistischem Ton zu. Aber es hatte keinen Sinn. Sie wurde immer lauter, und das hatte er vorher gewusst. Dabei hatte er ihr noch nichts von dem Tadel im Hausaufgabenheft erzählt. Er spürte ihre Wut, obwohl sie ihn nicht ansah. Nun zerrte er den Einsatz aus dem Eimer, die Eierschalen fielen herunter, jetzt war er an der Wohnungstür und schlüpfte leise hinaus. Im Gehen murmelte er vor sich hin: morgen, Mutti, morgen! ... "
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Mosaik 
"Genau im Monat meiner Geburt wurde in der DDR das erste Comic-Heft mit dem
Titel Mosaik herausgegeben. Dieses Heftchen hat mich viele Jahre meines Lebens
begleitet. Es war Märchen, Abenteuer und Bildung. Es war eine Möglichkeit, an
der großen Welt teilzuhaben.In den ersten Heften war der Preis in verschiedenen
Währungen angegeben. Schon das ließ es mir so wertvoll erscheinen. Natürlich
habe auch ich mich daran beteiligt es zu tauschen oder anderen abzukaufen.Meine
größeren Geschwister hatten mir einige Exemplare überlassen, die meinen Schatz
bildeten. In meiner Erinnerung waren es eigentlich nur die schon damals historischen
Hefte, die mir wichtig waren. Ich kann mich nicht erinnern, am Kiosk gestanden
zu haben, um eines selber zu erwerben. Sie wurden zwar weiter verlegt,
aber in der Gegenwart erschienen sie mir langweilig und öde. So blieben mir die
alten, oft zerlesenen Hefte, die ich unter der Bettdecke – die Mutter hatte mir verboten abends zu lesen – mithilfe meiner Taschenlampe durchblätterte.Am Schluss
nahm ich die Lampe so, dass der Schein der schwächer werdenden Birne mir direkt
ins Auge schien und ich in dieser Sonnenwelt weiter die Abenteuer von Dig
und Dag, den beiden Helden – der dritte, Digedag, hatte sie für viele Hefte verlassen
– träumen konnte. Märchen sind bis heute für mich die schönsten
Mosaiksteine."
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